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Working the Land

Dauer
Do – So
23. – 26. Nov 2023

Öffnung 
Do 23. Nov 2023 
ab 18 Uhr
+ ein lockerer Gespräch um 19 Uhr​

Besuchszeiten
Fr – So
24. – 26. Nov 2023
12 – 18 Uhr

Die Künstlerin Christl Mudrak bearbeitet das Gelände des seit 1995 verlassenen Campingplatzes Zum Waldsee im Havelland, der eine Atmosphäre von Verlassenheit, Verwüstung und Kontamination durch menschliche Entscheidung oder Unterlassung ausstrahlt.
 

Vormals waren über hundert teils illegale Camper dort angesiedelt, die ihre selbstgebauten Hütten zur Erholung nach der angeordneten Räumung oftmals zurückließen. Mittlerweile sind diese Hütten, der zurückgelassene Müll und Zaunanlagen in die Erde versunken, was zu einer Veränderung und Konservierung des Materials durch Mitwirkung der verschiedensten Lebewesen auf dem Gelände führte. Von der Natur überschriebene und zurückgewonnene Territorien machen durch die Vegetation und den Materialverfall einen zeitlichen Verlauf sichtbar.

Mudrak nutzt dieses Gelände als Arbeitsraum. Sie schätzt die Arbeit am vermeintlich Verdorbenen, gräbt Material aus, gräbt Bilder ein, pflanzt Bäume, verbessert den Boden, beobachtet Wildtiere, lässt einen Tiefbrunnen graben, baut, dokumentiert, sortiert und entsorgt.
Es ist sehr viel Material vorhanden, von der Natur verändertes Material. Um einen Perspektivwechsel zu erreichen und die von Menschen in den Wald gebrachten Objekte neu zu deuten, verbringt sie einen Teil davon zu Changing Room, um mit Kolleg*innen und Kunstinteressierten über ihre Arbeitsweise nachzudenken.

 

Christl Mudraks künstlerische Arbeit handelt von Räumen, die den Betrachter physisch und
psychisch beeinflussen. Es entstehen raumgreifende, zumeist malerische Arbeiten, die die
Wahrnehmungskapazitäten des Betrachters testen. Rausch und Überforderung spielen dabei eine wesentliche Rolle, eingeübte Denkmuster zu überkommen und außerhalb der eignen Komfortzone neue Wege zu beschreiten. Interaktive Prozesse mit Kollaborateuren sowie Passanten als auch gleichwertig mit Tieren und Pflanzen dienen ihr, Autorschaft als verbindendes und kommunikatives Element offenzulegen im tiefen Verständnis, dass eine befriedigende Realitätsschreibung nur kollektiv und artenübergreifend entwickelt werden kann.

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